Eine Woche

März 13, 2008

Eine Woche lang habe ich mich dem Leben ausserhalb des Netzes etwas mehr gewidmet. Es wird Zeit eine Bilanz zu ziehen. Was habe ich in dieser Woche erreicht?

1.) Ich habe Pokerspielen gelernt und versuche langsam bisschen Taschengeld im Internet zu machen.

2.) Eine LAN am Wochenende organisiert.

3.) An paar Abenden das Essen vergessen. (Essen und vergessen reimt sich gut)

4.) Einen iPOD für meine Fahrt nach München ausgeliehen

5.) kein 6

6.) Wie gesagt: nicht vorhanden.

Also alles in allem eine doch angenehme Woche.

Themawechesel: Mediendesign.

Da ich einer bin kann ich ja relativ gut mitreden. Ich bekenne mich: Ich bin ein Applehasser. Ich muss im Alltag recht viel mit dem Zeug umgehen und nach einer Zeit stellt man einfach fest, dass Applesachen zwar toll aussehen, aber den Preis für den sie verkauft werden einfach nicht rechtfertigen. Ich als Linuxuser kann zwar sagen das MacOS zwar besser ist wie Windows, aber die Auswahl an Programmen wurde eindeutig nur durch das Bestechen richtiger Firmen erreicht.

Womit man als Mediendesigner täglich konfrontiert wird und es leider ertragen muss ist fehlender Geschmack. Als Beispiel kann man dann immer die Kunden nehmen die keine Ahnung haben, dir aber unbedingt vorschreiben müssen wie das Produkt am ende Aussehen muss. Dadurch entstehen wiederrum Sachen die dann ganz gross und hässlich auf der Strasse hängen und mich immer wieder in Heiterkeit versetzen. Ein Besipiel für gute Werbung die leider fehl am Platz ist wäre momentan die iSMOKE werbung von Lucky Strike. (Eine umgedrehte Luckys Schachtel, wo das Lucky Kreis einen an das Kreisrad bem iPOD erinnert und der schwarze „Rauchen ist tödlich“ Balken ans Display) Tolle Idee, geile Umsetzung. Leider werden 70% der Leute ,die vom Poster angesprochen werden könnten, es einfach nicht verstehen. Tja… Schicksal.iSmoke

Das was ich in meiner Freizeit so ab und zu am PC mal kann man hier finden:  http://delt0r.deviantart.com/

Waschweibergesülze

März 5, 2008

Zitat des Tages:

„Es ist schon ein schlag ins gesicht seitens des wetters, wenn es einem seit tagen versucht vorzumachen, es würde langsam aber sicher frühling werden, bloß um einem dann tags darauf unerwartet nebel, schnee und minustemperaturen vor die füße zu spucken. ich glaube manchmal, das meteorologische wetter ist eine echte drecksau, die sich ins fäustchen lacht, wenn sie mal wieder jemanden vollstens verarscht hat. angesichts dieser charakterzüge würde ich mich möglicherweise gut mit ihr verstehen.“ (wurde dem Herrn Ad entnommen)

Die Orkanin Emma hat mich heute richtig verarascht. Um 6 wachte ich auf und schaute verschlafen ausm Fenster. Eigentlich wollte ich noch gar nicht aufstehen… Draussen war es noch ziemlich dunkel und ich sah die umrisse der Garage nur verschwommen. Meine Denkprozesse waren noch nicht ganz fit, also hab ich an 2 Möglichkeiten gedacht: Etweder liegen 5-10 Zentimeter Schnee, oder ich krieg meine Augen immer noch ned weit genug auf. Ich hab mich für die zweite Möglichkeit entschieden und ging wieder schlafen. 20 Minuten später wachte ich erneut auf um festzustellen dass es doch der Schnee war. Ich wollte daran einfach nicht glauben, innerlich war ich immer noch bei dem sonnigen Wetter von vor 2 Tagen und wollte in diese kalte und grässliche Winterrealität einfach nicht zurückkehren.

Nach der Arbeit fand ich vor meiner Tür 2 Tüten vor. Die eine mit den wertvollen und leckeren Lebensmitteln die mir gestern zugesichert wurden, die andere mit einem Inhalt den sogar der Absender als „ohne Wert“ bezeichnet hat. Der Inhalt ohne Wert bestand aus einer stylischen Originaldosierhilfe von Ariel die ich mir vor Wochen aus Spass übers Internet (natürlich kostenlos) bestellt hab und einem Zettel namens „Ratschläge zum Wäschewaschen. Die Dosierhilfe wurde sofort in die Arielbox mim Waschpulver reingeschmissen, aber die Ratschläge wurden sorgfältig studiert. Nicht weil ich besonderes Interesse am Waschen habe, sondern eher weil ich wissen wollte was sich hinter dieser spannenden Überschrift verbirgt. Die Tipps waren es tatsächlich wert, da sie ziemlich paradox waren. Einerseits waren es Tipps für absolute Vollidioten (wenn man kein Vollidiot ist, braucht man diese Tipps nicht um es auch so richtig zu machen.) wie z.B: Überladen sie die Maschine nicht, Folgen sie den Anweisungen auf den Pflegeetiketten, Wählen sie den richtigen Waschgang u.s.w. Andererseits waren diese einfachen Tipps auf eine dermassen irrsinnige und kranke Weise erläutert, dass ich immernoch nicht kapiert habe wie man am leichtesten feststellt ob meine Maschine voll ist. Laut Ariel: „Am leichtesten können Sie feststellen, ob ihre Maschine voll ist, indem Sie Ihre Hand in die Trommel legen – wenn Sie Ihre Hand senkrecht auf die Waschladung legen können, ohne die Kleidungsstücke zusammenzudrücken, ist es eine volle Waschladung.“ Und jetzt – ab in den Waschraum! Überprüfen ob die Maschine vollgeladen ist.

Spaß am Dienstag

März 4, 2008

Eins gleich vorab: ich habe heute absolut keinen Grund um mich zu beklagen. Wirklich nicht! Ich bin heute mit der Schischa im Mund aufgewacht. Bitte nicht falsch verstehen, aufgestanden bin ich schon davor, aber so richtig wach wurde ich erst nach dem ersten Schischazug. Kurz darauf durfte ich feststellen das es eventuell besser gewesen wäre wenn ich nicht mim Buch in der Hand eingeschlafen wäre. Oder zumindest nicht die ganze Nacht irgendwie komisch dagelegen wär. Oder zumindest kein Kreuzweh über Nacht gekriegt hätte.

Der heutige Tag musste einfach besser verlaufen, darum habe ich neben der Schischa noch schnell etwas Frühstückähnliches vorbereitet und hab mich mim Sandwich in der Hand und dem Schischaschlauch im Mund noch kurz ins Newerwinter Nights eingeloggt. Die nächste halbe Stunde war pures Chillen, etwas besseres kann es in der Früh einfach nicht geben. Kurz vorm Losgehen (eher Losrennen, da ich immer auf die letzte Sekunde warte) erfolgte eine kurze Wetterlagebesprechung mit mir selbst bei der ich mich überredet hab den Regenschirm doch noch mitzunehmen.

Den Zug nach Rosenheim wie immer mit Stil in der letzten Sekunde geschafft. Der Zug war wie immer voll mit schulpflichigen Kids und Hoppern. Die Mädels haben fleissig Latein und Französisch wiederholt, die Jungs haben natürlich über Fußball geredet. Die Hopper… Naja… Die Hopper haben eben das getan was sie immer tun: rumgeprollt, sich und andere blöd angemacht und die eigene Dummheit genossen. Dabei ist mir ein Hopper besonders aufgefallen, weil er die Hose so weit unten hatte, dass als er sich bückte um nem Hopperweibchen nen Abschiedsbussi zu geben, stand er plötzlich ganz ohne Hose da. Ich fand es wirklich lusitg, er wohl nicht ganz so… Das war vermutlich das einzige was mich von meinem Blackberry abgelenkt hat. Endlich in Rosenheim angekommen, wurde ich von der Kindermasse aus dem Zug gespült und etwas abseits der Menschenmasse stehen gelassen. Langsam ging ich Richtung Zeitungsladen und sah im vorbeigehen noch einen Geschäftsmann der vor einem dieser Bahn-Fenster steht und es als Spiegel benutzt hat um sich noch auf die Schnelle seine Krawatte zuzubinden. Eigentlich war es ein Anblick für Götter, aber statt stehenzubleiben und mir das etwas länger Anzuschauen ging ich genauso wie die Anderen einfach nur vorbei und tat so, als wäre es nichts ungewöhnliches.

Am Zeitungsladen holte ich mir schnell meine Herald Tribune und überflog die Schlagzeilen. Nichts interessantes. Ich packte die Zeitung weg und ging zur Arbeit. Unterwegs fand ich es nötig schnell bei der Bank vorbeizuschauen um die zweite Kinderflutwelle vorzulassen. Als ich wieder auf der Hauptstrasse stand stellte ich mit grösstem Vergnügen fest, dass ich vor mir 30 menschenleere Meter hatte und damit entspannt den Blick auf eine leere Strasse geniessen konnte ohne von raushängenden Hopperärschen und miteinanderplappernden Hausfrauen gestört zu werden.

Wie immer kurz vor 8 in der Arbeit angekommen, heute war die Bürotür schon offen und ich konnte sofort meinen Rechner hochfahren, schnell die Comics in der Herald durchschauen, Die Rückseite der Reeperbahn durchlesen und über die neuste Folge von ctrl+alt+del lachen. Die comics waren heute wieder richtig gut, vor allem non sequitur. Den hätte man fast zum Firmenmotto machen können.Non Sequitur von heute

Den fand Mr. T ebenfalls genial und wir haben eine extra Copie für die Pinwand gemacht.

In der Pause habe ich wahrscheinlich das Dämlichste gesehen was man auf der strasse treffen kann: Jugenpolizeibus. Ein uralter VW Bus von einem vermutlich blindem Sprayer im Hiphop Style „verschönert“. Hinten draufgesprayt: ein hässliches weibliches Wesen ohne Nase das ne kripoähnliche Lederjacke runterzieht um das „coole“ Polizeilogotatoo zu zeigen.

Die zweite Tageshälfte war gechillt, die Leute mim IQ über 130, sprich Mr. T, unsere Buchhalterin und ich, haben über Nietsche, Mitlon und Kant diskutiert. Irgendwann wurden wir leider unterbrochen und zwar von einem Kumpel, der wieder mal zu unfähig war seinen Router zu konfigurieren. Anruf aufs Handy – ne Stunde lang – hat mich davon befreit irgendwelche Unkosten verlangen zu wollen.

Am Bahnhof habe ich dann meinen guten alten Bekannten Shorty getroffen, son Gothictyp, der mittlerweile noch heruntergekommener war als sonst. Er hat versucht mir 15 Minuten lang zu erzählen wieviel Halbe er heute mal wieder verbraucht hat. (und wieviele gestern und wie toll er dann unterm Regen heimlaufen durfte) Seine frische Alkoholfahne, die mindestens nen halben Meter lang war, hat mich dazu gezwungen vorzeitig zu meinem Zug zu flüchten. Daheim habe ich ein paar gute Kumpels vorgefunden, die mir einen guten Abschluss für einen guten Tag ermöglicht haben.

Hello world!

März 3, 2008

Also mal ehrlich… Ich habe es geschworen nie wieder einen Blog zu schreiben. Es hatte seine Gründe. Gründe die man eher gravierend als triftig bezeichnen sollte, weil es genau betrachtet Fehler waren. Ich bin mir sicher, dass das einzige was Frauen an uns Männern so lieben ist die Fähigkeit aus eigenen Fehlern nicht zu lernen. Also was genau führt mich hierher? Langeweile! Pure langeweile wie man sie nur am Montag kennt. Man liebt seinen Job, hat alle Hände voll zu tun, aber dennoch langweilt man sich dermassen, dass man sogar anfängt Fehler zu wiederholen einfach nur um zu schauen ob es diesmal genauso ausgeht.

Kurz vor 8… Alle sitzen auf der Treppe vor der Bürotür und warten bis der Schlüsselträger endlich auftaucht und uns reinlässt. Es wird nicht geredet, aber man darf Löcher in die Luft starren. Na wenigstens das, da kurz einschlafen als gravierendes faux pas angesehen wird. Dennoch versuche ich mein Glück, setz mich gemütlich hin und mach die Augen zu in vergeblicher Hoffnung 2-3 Minuten schlafen zu dürfen. Doch, wie erwartet, vergeblich. Ich werde sofort von einem dermassen hasserfülltem Blick einer Mitarbeiterin geweckt, dass ich anfange mir Sorgen über meines und ihres Karma zu machen. Ich mach die Augen auf und blicke gleichgültig zurück. Eigentlich wollte ich etwas Verachtung zeigen, aber ich kann mir sicher sein das es nicht ankam. Das hasserfüllte Wesen fängt an mit ihrem Handy zu spielen indem sie (es) eine SMS an ihren italian Loverboy schreibt den sie immer liebevoll als Schluchtenscheisser bezeichnet. Es nervt. Tierisch! Um mich etwas von den hässlichen Geräuschen abzulenken schaue ich mir konzentriert die weisse Wand vor mir an. Offensichtlich bin ich nicht der Einzige der genervt ist, da meine Sitzplatznachbarin sofort ihren mp3player auspackt um mich damit endgültig in den Wahnsinn zu treiben. Ich schaue kurz ausm Fenster um festzustellen, dass ich wieder mal vom Wetter verarscht wurde. Der Himmel ist genauso asphaltgrau wie der Asphalt des Parkplatzes selbst, was meine sowieso schon im Betonkeller befindende Montagslaune nicht gerade besser macht. Zwei Stufen unter mir sitzt ein weiteres Montagsopfer, dem ich von allen die sich hier versammelt haben am meisten sympatisiere. Sie hat sich offensichtlich damit abgefunden, dass es Montag ist, ausserdem gehts ihr offensichtlich nicht gerade toll. Sie ist blass und starrt ebenfalls Löcher in die Luft. Ich würde sie ansprechen wenn es nicht ein weiteres faux pas wäre. Es herrscht gähnende Stille die nur vom Handy und vom mp3player unterbrochen wird. Wenige Sekunden später werden wir vom peinlichem Miteinandersitzen und Anschweigen erlöst, denn unser Schlüsselträger Mr. T erscheint und sperrt uns auf. Für ganze 10 Sekunden wird die Laune besser, nicht nur besser, sie wird richtig gut. Bei jedem! Aber danach ist es wieder vorbei… Diese 10 Sekunden waren wohl genau die Menge an guter Laune, die man sonst über den ganzen Montag sorgfältig verteilt um einen guten Montag gehabt zu haben.

Es ist 8… Ich sitze vor meinem Rechner. Ich habe mich eindeutig entschieden am Vormittag nicht zu arbeiten da es zu Gehirntumoren und ähnlichen Nebenwirkungen führen würde. Ich schreibe der Montagsopferin ein paar SMS um sie aufzumuntern. Es wirkt nicht. Weder wird mein Tag dadurch spannender, noch ändert es etwas an ihrer Laune. In der kurzen Raucherpause hole ich für mich und den Mr. T Kaffee, da ich streng gesehen kein Raucher bin und während der Zeit nichts besseres zu tun habe. Meine erste gute Tat für den Tag ist vollbracht. Meine zweite gute Tat vollbringe ich in der grossen Pause um eins, wo ich für das arme Montagsopfer Mittagessen hol. Als ich mit dem Essen zurück bin ist ihre Laune wieder in bester Ordnung da die Chefin und die anderen Kolleg(in)en weg sind. Ich, als miesgelaunter Montagsmuffel, muss natürlich als erster darunter leiden da ausser mir niemand mehr da ist. Und wie immer rettet mich der Mr. T. mit seiner Wiederkehr. Das fröhliche Montagsopfer nimmt sich sofort den Mr. T vor, was er mit stoischer Gelassenheit aushält. Keine halbe Stunde später darf das Opfer einen vorzeitigen und unverdienten Feierabend geniessen aufgrund mangelnder Motivation und leidender Gesundheit. Manche haben es nun mal nötig. Ich stattdessen arbeite ziemlich fleissig weiter, eigentlich sogar fleissiger wie zuvor. Mein Job ist nun mal der beste, obwohl mir der Rechner, der Drucker, ja sogar die Wireless LAN Kabel in die quere zu kommen versuchen. Aber bald ist der Tag vorbei, ich fahr Heim, setz mich hin, zünd mir die Schischa an und mach mir nen gemütlichen Abend. Spätestens dann ist der Montag wieder überstanden. Hoffentlich.