Juno

März 25, 2008

Ich habe heute endlich mal wieder einen guten Film gesehen. Der Film heisst Juno und der erste Eindruck ist eindeutig: „Wow!“. Wirklich gut gemacht… Bevor ich mir Juno reingezogen hab schaute ich mir die etwas ältere Verfilmung von Orwell’s 1984 und dachte dass heute den Film wohl nichts übertreffen wird. Es war ein Irrtum. Juno war absolut super. Die ersten Minuten habe ich noch nachgedacht ob ich den Film wirklich sehen will, aber die Lust auf was anderes ist mir
schnell vergangen.

Trotz des relativ uninteressanten und “uncoolen“ Themas wie Schwangerschaft bei Jugendlichen
(heute wurde sogar diesem Begríff coolness hinzugefügt: Teenagermütter…), hat es der Regisseur geschafft die Umgebung so zu zeigen, dass der Film zu einer Komödie wurde. Es geht darum dass eine punkige Teenie namens Juno unerwartet schwanger wird. Sie nimmt die Nachricht relativ ernst, aber gelassen an und nach etwas Überlegen sucht sie ein Paar, dass das Kind adoptieren würde. Das Paar weist zwar später kleinere interne Probleme auf, die Juno zieht die Sache aber dennoch konsequent durch und gibt das Baby an das Paar ab. In der Zwischenzeit kommt sie sogar wieder mit ihrem Freund, von dem das Baby stammt, wieder zusammen. Ein Happy End vom Feinsten.

Dass ich die Handlung hier so Preisgebe nimmt dem Film nichts zuvor… Es sind die Kleinigkeiten die Juno zu einem ausgezeichnetem Film machen. Einige Stellen im Film werden von längeren Musikstücken begleitet, die für die richtige
Stimmung sorgen.

Das erste mal habe ich über Juno gelesen. Ich glaube in der Herald Tribune. Wenn mich nicht alles
täuscht dann gab es auch einen Leserbrief, in dem sich eine Leserin über die nicht deutlich genug rüberkommende Muttergefühle aufregte. Ich würde vielleicht zustimmen, wenn es nicht Juno wäre. Durch die Situation und ihre Lebenseinstellung kommt die Bereitschaft mit der sie das Baby abgibt nicht unrealistisch rüber. Es passt sehr gut in das Gesamtbild.

Für mich war es der beste Film seit Anfang 2007.

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